Lüftungsanlage
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Unsere Lüftungsanlage
Feuchte Wand
Datum: 05.12.2010
Feuchte Wand
Datum: 12.12.2010
Erstes Fazit Lüftungsanlage
Nun haben wir die Lüftungsanlage ein Jahr im Einsatz, täglich wird etwa eine kW/h verbraucht, der Wärmemengenzähler der zurückgewonnenen Energie steht nach einem Jahr auf 3750kW/h, abzüglich der eingesetzten Energie also 3385kW/h zurückgewonnen. Ob der Zähler nun so genau ist können wir nicht beurteilen. Na, diese 3385 multipliziert mit unseren derzeitigen Energiepreis von 23,5 Cent sind es also etwa 800€ pro Jahr, davon sollte man 100€ für die neuen Filter im Jahr abziehen. Die Abluftfilter kann man entweder vom Hersteller kaufen (10€/Stück) oder aus Meterware selbst nähen. Wer mit einer Lüftungsanlage Geld sparen will, hat die Investition beim Neubau und gleichbleibendem Strompreis nach etwa 12 - 15 Jahren wieder drin. Eine Lüftungsanlage steigert auch den Komfort ungemein:
Es ist recht praktisch, das automatisch mit frischer Luft gelüftet wird, ein luftdichtes Haus sollte am Tag fünf mal stoßgelüftet werden, um Schimmelbildung zu vermeiden. Wer macht das schon. Die Spiegel im Bad sind nicht beschlagen, keine "feuchten Ecken", morgens schon frische und saubere (gefilterte) Luft, was will man mehr?
Thema trockene Luft: Im Winter ist es einfach so, dass die kalte Außenluft absolut weniger Feuchtigkeit halten kann als warme Luft, wenn man diese Luft nun anwärmt, ändert sich die absolute Feuchtigkeit (also g/m³) nicht, die relative Luftfeuchtigkeit (das, was die Messgeräte üblicherweise anzeigen) geht aber runter.
Als Beispiel: Außenluft, -5°C mit 3g/m³ Feuchtigkeit entspricht einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90%
Erwärmt man die Luft auf 20°C, entsprechen 3g/m³ ungefähr 18% relative Luftfeuchtigkeit. Es ist also im Winter -egal ob mit oder ohne Lüftunganlage- ganz natürlich, dass die Luftfeuchtigkeit im Haus abnimmt. Durch Feuchtigkeitsquellen im Haus nimmt die Feuchtigkeit wieder etwas zu, sei es durch Kochen, Blumen, Trocknen oder Schwitzen.
Das ganze ist recht Komplex, es gibt auch super Seiten zu diesem Thema, die es in aller Ausführlichkeit behandeln und uns bei der Wahl zu einer Lüftungsanlage sowie der richtigen Einstellung geholfen hat. Leider hat es unser Lüftungsheini versäumt, unsere Lüftungsanlage auf die Gegebenheiten einzustellen, er hat die Standardwerte für die Luftmenge gelassen und ein Standardprogramm eingestellt. Vielleicht hatte er keine Zeit oder Lust dazu.
Errechnet haben wir dann für unser Haus folgende Werte:
Lüftungsart
Reduzierte Lüftung
Nennlüftung
Intensivlüftung
Volumenstrom Ventilator
Luftwechsel (informativ)
Falls ebenfalls jemand Kunde bei Pedotherm ist und die Lüftung nicht eingestellt wurde: Bei Helios gibt es einen Online-Planer, falls man selbst baut bekommt man sogar gleich eine genaue Materialliste seiner Anlage mit Listenpreisen etc. Die Berechnung erfolgt gemäß DIN Normen und ist besser als so manche Berechnung von Installateur. Dank dieses Online Berechnungstools kann man eine KWL völlig selber planen und bauen.
Wir haben unsere Lüftungsanlage in der kalten Jahreszeit im Durchnitt auf 110m³/h gestellt (nachts weniger, tagsüber mehr), haben eine Luftfeuchtigkeit von etwa 42% bei einer Wohlfühltemperatur von im Durchschnitt 23°C. Schade, dass man sich als Kunde von Pedotherm selbst informieren und selbst alles richtig einstellen muss.
Im Sommer haben wir die Lüftung auf Sparflamme laufen, da ja doch die Fenster oder Türen häufiger geöffnet sind. Nachts läuft die Lüftungsanlage im Sommer etwas schneller: Wir haben einen Bypass montiert, der den Wärmetauscher umgeht. Die Lüftungsanlage arbeitet mit zwei voneinander unabhängigen Ventilatoren, einer für die Zu- und einer für die Abluft. Wir haben den gleichen Druck im Haus wie er auch draußen herrscht, also keine Unterdruckanlage.
Im Nachhinein wäre es vermutlich sinnvoll gewesen, die Außenluft durch ein Rohr, 1,5m unter der Erde und durch den Garten geschlängelt anzusaugen, um die Ansaugluft im Sommer abzukühlen und im Winter vorzuwärmen. Wohlfühlfaktor im Sommer gesteigert, im Winter noch ein klein wenig Heizkosten gespart.
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